Seite auswählen

Ergebnisse Phase 2:

Erfolgsfaktor Teilnehmer-Experience –

Für Veranstaltungen, die ihre Zielgruppe begeistern

Ergebnisse Phase 2:

Erfolgs­faktor Teil­nehmer-Experience –

Für Veranstaltungen, die ihre Zielgruppe begeistern

»Was mich ganz konkret interessieren würde: Wie sollte ich im digitalen Zeitalter meine Veranstaltung umsetzen? Manche meiner Teilnehmer sind nämlich eher auf analoges information processing programmiert und können digitale Codes gar nicht dechiffrieren…«

Was macht Veranstaltungen erfolgreich?
Was sind die Bedürfnisse der Teilnehmer?

Nachdem es in der ersten Forschungsphase des Projekts „Future Meeting Space“ um Locations und das Veranstaltungsdesign im Großen gegangen ist, wurden in Phase 2 nun die Bedürfnisse und das Veranstaltungserlebnis der Teilnehmer betrachtet, um herauszufinden, was Veranstaltungen erfolgreich macht.

Dabei wurden folgende Fragen gestellt

Welche Teilnehmertypen gibt es bei Veranstaltungen?

Welche Wirkungen erzeugen die Nutzung unterschiedlicher methodischer und technologischer Elemente bei Veranstaltungen beim Teilnehmer?

Wie wirken die methodischen und technologischen Elemente auf die Erfolgsfaktoren Nutzerakzeptanz, Wissensvermittlung, Lernfortschritt und Erlebniswert bei unterschiedlichen Teilnehmertypen?

Um darauf Antworten zu finden, wurde die Online-Umfrage „Welcher Teilnehmertyp bin ich“ durchgeführt.

Drei Ergebnisbausteine:

Teilnehmertypen | Erfolgsfaktoren von Veranstaltungen | Handlungsempfehlungen für erfolgreiche Events.

Teilnehmertypen

Aus der Vielfalt von Menschen, die Veranstaltungen besuchen, wurden sechs Modellpersonen
herausgearbeitet: jüngere und ältere, eher weibliche und eher männliche, ruhige und extrovertierte, mehr oder weniger technikaffine sowie ehrgeizige und zufriedene Teilnehmertypen.


technikaffin
jung
still

54,1 % Frauen
34,4 % gehören zur Altersgruppe 26 bis 35 Jahre
82,6 % mit akademischem Abschluss
84,5 % sind Vollzeitangestellte

technikaffin
männlich
erfahren

72,4 % Männer
18,5 % nehmen als Referent an Veranstaltungen teil
37,0 % gehören zur Altersgruppe 46 bis 55 Jahre
91,7 % mit akademischem Abschluss
14,8 % haben promoviert
21,3 % sind selbstständig

kommunikativ
jobfixiert
zielorientiert

61,3 % Männer  
47,4 % gehören zur Altersgruppe 46 bis 55 Jahre
85,7 % mit akademischem Abschluss
16,9 % haben promoviert
20,1 % sind selbstständig 

ruhig
etabliert
inspiriert

53,6 % Frauen
39,6 % gehören zur Altersgruppe 46 bis 55 Jahre 
86,4 % mit akademischem Abschluss
20,7 % sind selbstständig

 

ruhig
weiblich
beobachtend

80 % Frauen
34,5 % gehören zur Altersgruppe 46 bis 55 Jahre
86 % mit akademischem Abschluss
73 % sind Vollzeitangestellte

 

jung
weiblich
wissbegierig

65,2 % Frauen
35,7 % gehören zur Altersgruppe 26 bis 35 Jahre
81,4 % mit akademischem Abschluss
84,1 % sind Vollzeitangestellte

»Aber wie kann man sicherstellen, dass alle Teilnehmer am Ende zufrieden nach Hause gehen und das Gefühl haben, dass sich die Veranstaltung für sie persönlich wirklich gelohnt hat?«

Erfolgsfaktoren

Als Kernergebnis wurden sechs Erfolgsfaktoren von Veranstaltungen identifiziert, die alle miteinander in Verbindung stehen:

Zufriedenheit

Der Zufriedenheitsindex ist eine Art „meta“-Index, der grundlegend dafür steht, ob die Teilnehmenden bei Veranstaltungen das Gefühl haben, dass sich der Veranstaltungsbesuch gelohnt hat und die Erwartungen erfüllt wurden.

Wissen

Wissensvermittlung ist ein wesentlicher Faktor bei Veranstaltungen: Konnten die Teilnehmer neues Wissen erwerben, ihr Verständnis für ein Thema massiv steigern und die neuen Informationen im folgenden Arbeitsalltag nutzen?

Netzwerken

Der Netzwerkindex beschreibt, ob Teilnehmende Networking-Gelegenheiten bekamen, ob sie dabei  einfach miteinander ins Gespräch kamen und ob sie die Teilnahme an der Veranstaltung als bereichernd für das eigene Netzwerk bewerteten.

Interaktion

Die Intensität interaktiver Formate spiegelt der Interaktionsindex wider: Nutzte der Teilnehmer solche Formate? Erhielt er dadurchneues Wissen oder Inspirationen? Und dienten  interaktive Formate der Visualisierung von Ergebnissen?

Digitalisierung

Der Digitalisierungsindex umfasst interaktive Formate oder Event-Apps ebenso wie virtuelle Werkzeuge, digitale Tools zur Visualisierung oder die Einbindung externer Personen, beispielsweise durch Liveschaltungen, Holografie und VR.

Disruption

Der Disruptionsindex – ein völlig neuer Faktor bei der Betrachtung von Veranstaltungen – fragt danach, ob die Veranstaltung für Überraschung, Veränderung oder ein Gemeinschaftsgefühl gesorgt hat und dadurch in Erinnerung bleibt.

»Was lernen wir nun daraus?«

Handlungsempfehlungen

Handlungsempfehlungen und Teilnehmertypen

Vernetzung aktivieren

Eher stille Teilnehmer (Typen 1, 4 und 5) müssen bei der Kommunikation mit anderen Teilnehmenden unterstützt werden, damit sie gleiche Business-Chancen haben.

Integrieren unterstützen

Hilfen für zurückhaltende Teilnehmende können zum Beispiel Sitzplatzwechsel oder ein aktives Integrieren und Anleiten in kommunikativen Situationen sein.

Technologiezugang vereinfachen

Weniger technikaffinen Teilnehmertypen 4 und 5 sollten Veranstaltungsplaner mit Hilfestellungen den Zugang zu neuen Medien und Technologien erleichtern.

Handlungsempfehlungen für alle Teilnehmenden

 

Veranstaltungsdesign

Veranstaltungen sollen nicht zu lange dauern, da dies keinen Einfluss beispielsweise auf das Vernetzungspotenzial hat – der Aufwand muss im Verhältnis zum Nutzen stehen.

Technik

Wichtig ist der Einsatz neuartiger, innovativer Formate und Technologien zur Vernetzung, Visualisierung und Präsentation – Licht und Sound wirken unterstützend.

 

Wissensvermittlung

Der Schlüssel für Wissensvermittlung sind Referenten, die ein Thema umfassend beleuchten, sowie interaktive Formate wie „Fish Bowl“, Feedback-Apps oder Kleingruppen.

Visualisierung

Neue Formate wie beschreibbare Wände oder großflächige Projektionsflächen, aber auch von Teilnehmenden selbst gestaltete Visualisierungshilfen intensivieren den Aufbau von Wissen.

Disruption

Der disruptive Charakter einer Veranstaltung hat große Bedeutung für ihren Erfolg: Veranstaltungen, die Lebensläufe und Organisationen verändern, bleiben nachhaltig in Erinnerung.

Interaktion

Neue Inhalte und Interaktion zwischen und mit den Teilnehmenden und Referenten erweitern den Faktor Wissensvermittlung und zahlen positiv auf den Faktor Disruption ein.

Fazit

Wissensvermittlung ist zentraler Faktor dafür, dass Teilnehmer zufrieden wieder nach Hause gehen. 

Disruption: An Veranstaltungen, die zum Erlebnis werden und uns Teilnehmer verändern, erinnert man sich nachhaltig.

Es ist wichtig, auf die unterschiedlichen Teilnehmertypen einzugehen und sie alle – die Analogen und Technikaffinen, die jüngeren und älteren, die stillen und die extrovertierten – mitzunehmen.

Neben den Konsortialführern GCB und EVVC sowie dem Fraunhofer IAO als Projektbearbeiter besteht der Innovationsverbund der zweiten Phase aus den folgenden Forschungspartnern:

 

Zusätzlich unterstützt uns die Education Foundation der Professional Convention Management Association (PCMA).